Den Stromanbieter wechseln – darauf müssen Sie achten!

Seit der Liberalisierung des Strommarktes kann jeder Haushalt seinen Stromversorger frei wählen und durch einen Wechsel – ähnlich wie bei einem DSL oder Mobilfunkvertrag – seine Kosten senken. Doch was ist dabei zu beachten?

Pakettarif oder Verbrauchstarif?

Vorweg: in unserem Tarifrechner sind Pakettarife ausgeblendet. Sie können sich diese jedoch auch einblenden lassen und werden feststellen, dass sie noch um einiges günstiger sind als normale, verbrauchsabhängige Tarife. Ähnlich wie bei einer Flatrate kann Ihnen der Anbieter durch die „Mindestabnahme“ hier einen besseren Preis machen. Ob sich ein Paket für Sie lohnt, können Sie selbst schnell herausfinden:

Tipps für Pakettarife:

1. Kennen Sie Ihren ungefähren Stromverbrauch

Prüfen Sie Ihre bisherigen Stromrechnungen. Wenn Sie relativ konstant viel Strom verbrauchen, könnte ein Pakettarif in Frage kommen.

2. Keine Vorauszahlungen

Einige Anbieter verlangen den Gesamten Preis des Pakets im Voraus. Es gab Fälle, in denen der Anbieter dann Insolvenz anmeldete und die Kunden Ihr Geld verloren haben. Deshalb sollten Sie Anbieter mit monatlicher Zahlweise bevorzugen. Dies ist im Vergleichsrechner bereits voreingestellt.

Situationen, in denen Sie auf einen Pakettarif verzichten sollten

Wie schon erwähnt sollten Sie unbedingt auch einen Pakettarif in Erwägung ziehen, da diese schlicht und ergreifend sehr preiswert sind. Aber: verbrauchen Sie mehr Strom als gebucht, müssen Sie nachzahlen. Wenn Sie andererseits deutlich weniger Strom verbrauchen, lohnt sich ein Paket eventuell auch nicht mehr. (Probieren Sie dies am besten selbst mit unserem Tarifrechner aus)

Buchen Sie also lieber keinen Pakettarif, wenn:

– Sie umziehen wollen

In anderen Wohnungen sind oftmals schon Elektrogeräte vorhanden (Einbauküchen). Eventuell trennen Sie sich von einigen Geräten und schaffen neue an. Auch Wärmedämmungen und die Warmwasseraufbereitung können anders sein und sich auf Ihren Stromverbrauch auswirken.

– Sie Familienzuwachs erwarten oder jemand auszieht

Mehr oder weniger Haushaltsmitglieder bedeuten selbstverständlich mehr oder weniger Stromverbrauch. Pro Person kann das 500 bis 1000 Kilowattstunden pro Jahr Unterschied bedeuten.

– Sie in einer WG wohnen

hier ist die Fluktuation an Bewohnern hoch und der Verbrauch Ihrer Mitbewohner lässt sich nicht immer einschätzen.

Sie sparen mit einem verbrauchsabhängigen Tarif bereits viel Geld ein. Entscheiden Sie sich im Zweifelsfall also lieber gegen ein Paket.

Neukundenbonus

Nicht vorzeitig kündigen

Am Ende des Vertragsjahres bekommen Sie einen Bonus ausgezahlt („Neukundenbonus“). Sollten Sie im „Wechselwahn“ nach einem halben Jahr ein noch günstigeres Angebot entdecken und erneut den Anbieter wechseln, wird dieser aber nicht ausgezahlt. Der Neukundenbonus ist meist größer als die Einsparung durch einen weiteren Wechsel.

Neukundenbonus ausblenden

Einige Anbieter maskieren teure Tarife durch einen überhöhten Bonus. Blenden Sie diesen aus um die günstigsten Tarife zu finden. Unser Vergleichsrechner ist kostenlos – probieren Sie gerne so viele Konfigurationen, wie Sie möchten!

Preisfixierung

Inzwischen bereits Industriestandart, aber trotzdem: Wählen Sie nur Anbieter mit einer Preisgarantie, die der Vertragslaufzeit entspricht. Ansonsten könnte der Anbieter die Preise noch während der Vertragslaufzeit erhöhen.

Fazit

Insgesamt kann ein Anbieterwechsel als recht risikoarm bezeichnet werden. Mögliche Gefahren sind im Tarifrechner von vorn herein ausgeblendet.

Trauen Sie sich etwa nicht? Lesen Sie hier die 5 meistgenannten Ausflüchte gegen einen Anbieterwechsel

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