Fakten & Mythen: Die 5 meistgenannten Ausreden gegen einen Anbieterwechsel

Die Deutschen haben von ihrem Recht auf freie Stromanbieterwahl bisher kaum Gebrauch gemacht: Weniger als 10 Prozent der Haushalte haben bisher Ihren Anbieter gewechselt, obwohl sie damit viel Geld sparen könnten. Was sind die Gründe?

Ausrede #1: „Nur Wohnungseigentümer und Hausbesitzer können wechseln!“

„Wechselmuffel“ führen oft an, dass ihr ganzes Haus mitwechseln müsste. Aber das stimmt nicht: Ihr bisheriger Anbieter rechnet schließlich auch nur Ihren Haushalt und nicht das ganze Mietshaus ab. Sollten Sie also eine eigene Stromrechnung erhalten, können Sie den Anbieter wechseln. Ansonsten fragen Sie Ihren Vermieter.

Ausrede #2: „Man muss den Gesamtbetrag im Voraus bezahlen“

Auch wenn einige Anbieter fixe Strompakete zum Festpreis verkaufen, erfolgt die Zahlweise monatlich. Vorkassentarife sind im Vergleichsrechner ausgeblendet.

Ausrede #3: „Ein Anbieterwechsel ist kostenpflichtig und langwierig“

Auf einer Skala von 1 bis 10 – wobei  1 für einen Strafzettel bezahlen und 10 für Arbeitslosengeld beantragen steht, ist ein Stromanbieterwechsel mit einer „3“ zu bewerten. Der Gesetzgeber hat bei der Liberalisierung des Strommarktes gute Arbeit geleistet (kaum vorstellbar!). Die einzelnen Schritte des Wechsels – das wären Kündigen und Sie bei der Netzagentur ummelden – dürfen komplett von Ihrem neuen Stromanbieter übernommen werden. Dieser kündigt für Sie, meldet Sie um und sorgt auch sonst für einen reibungslosen Übergang. Was müssen Sie dafür tun? Sie müssen online oder schriftlich ein Formular ausfüllen, welches Ihre Anschrift sowie die Kundennummer Ihres alten Anbieters enthält. Letzteres ist für die meisten die größte Herausforderung, da sie diese Nummer nicht kennen. Schauen Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung nach! Der Wechsel dauert insgesamt nicht länger als drei Wochen. Anschließend beziehen Sie Ihren Strom günstiger bei Ihrem neuen Anbieter!

Ausrede #4: „Ein Anbieterwechsel führt zu Doppelbelastungen“

Viele Verbraucher sorgen sich um Doppelbelastungen oder ähnliche Stolperfallen. Muss während des Wechsels doppelt gezahlt werden oder sogar bis Ende des Jahres? Kann es sein, dass kurzzeitig der Strom abgestellt wird? Die Kündigungsfrist für Strom ist inzwischen äußerst kurz und liegt bei unter drei Wochen. Das bedeutet, dass bei einem Wechsel erst der Stromanbieter gekündigt und dann nahtlos, nach Ablauf der Frist, über den neuen Versorger abgerechnet wird. Dies ist ein rein buchhalterisches und kein technisches Prozedere: Es wird kein Strom abgestellt und es besteht auch nicht die Gefahr, dass für einige Tage kein Strom fließt.

Sobald Sie gekündigt haben, möchte ihr alter Stromversorger Ihren Zählerstand erfahren. Diesen können Sie selbst ablesen und telefonisch, online oder schriftlich mitteilen. Ihr alter Stromversorger rechnet dann ab und schreibt Ihnen zu viel gezahlte Abschläge gut. Jede weitere Kilowattstunde wird dann über den neuen Tarif und Ihren neuen Stromanbieter bezahlt.

 Ausrede #5: „Die Einsparmöglichkeiten sind gering und der Mühe nicht wert“

Den Stromanbieter wechseln ist inzwischen überaus simpel, da der neue Anbieter alle Formalitäten für Sie übernimmt. Falls Sie den Vergleichsrechner schon einmal  ausprobiert haben, ist Ihnen sicher aufgefallen, dass Sie weit mehr als 100 € einsparen können. Und das für einmal ein Formular ausfüllen? Wir finden, von Mühe kann da kaum die Rede sein!

Hier geht’s zum Vergleichsrechner

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